Bestandsentwicklung

Vom Drehbuch zum Grünen Band

Was können wir jetzt schon tun, obwohl der Tagebau noch aktiv ist? Diese Frage haben sich die Städte Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen sowie die Landgemeinde Titz gestellt und 2016 gemeinsam Ideen entwickelt. Es entstand das „Drehbuch Tagebaufolgelandschaft Garzweiler“. 2017 folgte die Gründung des Zweckverbandes Landfolge Garzweiler, um diese Ideen weiterzuentwickeln und umzusetzen. Leitprojekt ist das „Grüne Band Garzweiler“ mit einem Fuß- und Radweg entlang des Tagebaurandes. Darüber hinaus bietet das Band viel Raum für Artenvielfalt, landwirtschaftliche Nutzung und Erholung.

Zeichung mit Rad- und Gehweg am Tagebau
© Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler

Die systematische Grün- und Landschaftsentwicklung ist das primäre Ziel des Grünen Bandes Garzweiler. Die Umsetzung erfolgt in vielen Etappen und Teilbereichen, teilweise bereits während in unmittelbarer Nähe noch Kohle gefördert wird. „In Holzweiler wird das Dokumentationszentrum zum Tagebau errichtet werden, während der Bagger in Sichtweite daran vorbeischwenkt“, sagt Swen Brockhoven, Projektleiter des Grünen Bandes. Das Dokumentationszentrum ist Teil des Projektes. Dort soll die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Kulturlandschaft rund um den Tagebau Garzweiler nicht nur archiviert und dokumentiert, sondern auch zeitgemäß präsentiert werden.

Das Grüne Band nutzt und erweitert die Grünstrukturen, die in der bergbaulichen Rekultivierung entstehen und sucht auch nach innovativen Lösungen mit der Landwirtschaft. Das zentrale und verbindende Element ist ein Fuß- und Radweg rund um den ehemaligen Tagebau. Die jahrzehntelange Förderung der Kohle hat nicht nur die Landschaft massiv verändert, sondern auch zahlreiche Wege zwischen Ortschaften einfach gekappt. Auch dieser Aspekt findet sich in dem Projekt wieder. Das neu entstehende Wegesystem soll eine Verbindung zwischen den verschiedenen Siedlungs- und Grünbereichen bilden oder wiederherstellen. „Es soll das Grüne Band erlebbar machen und bietet viel Freiraum für Freizeitaktivitäten“, sagt Brockhoven. „Daraus soll sich insbesondere im Bereich des zukünftigen Sees sich auch ein touristisches Angebot entwickeln.“

  • Status: bewilligt

  • Durchführungsorte: Stadt Mönchengladbach, Stadt Erkelenz, Stadt Jüchen, Landgemeinde Titz

  • Durchführungszeitrahmen:  01.05.2022 bis 30.04.2026

  • Programmlinie: STARK

  • Projektvolumen & Fördervolumen: 1,9 Mio. Euro Gesamtvolumen, gefördert 1.7 mio. Euro

Die Umsetzung erfolgt zusammen mit den Verbandskommunen und mit Unterstützung von RWE.

Weitere Projekte

Steckbrief

Beitrag für Bürgerinnen und Bürger

Viel Raum für Freizeit und Erholung entlang des etwa 40 Kilometer langen Fuß- und Radweges rund um den ehemaligen Tagebau.

Nutzen für den Wirtschaftsstandort

Entwicklung von Siedlungsräumen, Raum für produktive Landwirtschaft

Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Systematische Landschaftsentwicklung unter Berücksichtigung von Artenschutz und Biodiversität

Themen

Grünes Band Garzweiler, Tagebau Garzweiler, Artenschutz, Biodiversität, Dokumentationszentrum Tagebau Garzweiler

Kontakt

Swen Brockhoven
Zweckverband Landfolge Garzweiler