Bestandsentwicklung

Altes Siedlungsgebiet mit Potenzial

Der Kreis Heinsberg ist der westlichste Landkreis Deutschlands. Hier leben rund 260.000 Menschen in zehn Städten und Gemeinden. Er profitiert von der Nähe zu den rheinischen Großstädten und der Nachbarschaft zu den Niederlanden und Belgien. Im Nordosten und Osten ist der Kreis direkt vom Tagebau Garzweiler II betroffen. Durch den vorzeitigen Kohleausstieg im Jahr 2030 wird hier nicht so viel abgebaggert, wie ursprünglich geplant.

Strukturwandelmanager Matthias Pusch
© WFG Kreis Heinsberg

Einzigartiges Momentum

Matthias Pusch begleitet und unterstützt die Entwicklung, Qualifizierung und Umsetzung von Förderprojekten. „Der Kreis Heinsberg setzt dabei auf ausgewählte Projekte, die in besonderer Weise Struktureffekte und Chancen erwarten lassen“, sagt der studierte Wirtschaftsgeograph. Diese Projekte sollen nicht nur punktuelle Wirkungen entfalten, sondern dem Kreis Heinsberg nachhaltig und umfassend zugutekommen. Ziel ist es, die Wertschöpfung zu steigern, Arbeitsplätze zu schaffen sowie die Innovationstätigkeit zu fördern. „Dabei arbeite ich eng mit den regionalen Unternehmen zusammen“, so Pusch. So berät er bei der Beantragung von Fördermitteln und begleitet Ansiedlungs- und Investitionsabsichten. Für ihn ist der Transformationsprozess ein einzigartiges Momentum, das für die Gestaltung der Zukunft und die wirtschaftliche Ausrichtung der Region genutzt werden kann. „Ich freue mich, den Strukturwandelprozess im Kreis Heinsberg zu unterstützen und voranzutreiben sowie die Transformation meiner Heimat aktiv mitzugestalten.“

Lieblingsplatz im Revier: Der Birgeler Urwald und das Schaagbachtal.

Der Kreis Heinsberg ist ein altes Siedlungsgebiet. Das belegen steinzeitliche Werkzeuge, die bis zu 100.000 Jahre alt sind, oder ein Holzbrunnen, der vor rund 7000 Jahren gebaut wurde. Er wurde Anfang der 1990er Jahre bei Erkelenz-Kückhoven gefunden. Die Römer siedelten hier, die ersten Kirchen wurden im 8. Jahrhundert gebaut. Der Kreis Heinsberg entstand in den 1970er Jahren im Rahmen der kommunalen Neugliederung und setzt sich aus drei Gemeinden und sieben Städten zusammen.

Der aus­ge­dehn­te Stein­koh­le­berg­bau im Sü­den des Krei­ses, Teil des Aa­che­ner Re­viers, wur­de 1997 ein­ge­stellt. Der Kreis Heinsberg liegt im Rheinischen Braunkohlerevier. Im Abbaufeld Garzweiler wird seit mehr als 100 Jahren Braunkohle gefördert. Der Tagebau ging vom Grevenbroicher Stadtgebiet aus und liegt heute schwerpunktmäßig im Kreis Heinsberg und im Rhein-Kreis Neuss.

Der vorgezogene Ausstieg aus der Braunkohle stellt das Rheinische Revier vor große Herausforderungen. Die Strukturwandelmanagerinnen und -manager begleiten in den Kommunen die Weiterentwicklung der Region und unterstützen bei der Entwicklung, Qualifizierung und Umsetzung von Förderprojekten. Dabei stehen sie miteinander in engem Austausch, um eine abgestimmte Entwicklung der Region zu gewährleisten. Die geförderten Stellen sind Teil des „Entlastungspakets Kernrevier“ des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Matthias Pusch
Strukturwandelmanager Kreis Heinsberg