Bestandsentwicklung

Ländlich und zentral gelegen

Rommerskirchen ist eine ländliche Gemeinde im Rhein-Kreis-Neuss, die von der Nähe zu den benachbarten Großstädten profitiert. Die niedrigen Grundstückspreise und guten Verkehrsanbindungen sind für junge Familien und expandierende Unternehmen gleichermaßen interessant. Die Vernetzung des Strukturwandels in allen Bereichen voranzubringen und dabei sämtliche Akteure in den Transformationsprozess mit einzubinden, das sind in Rommerskirchen die Aufgaben der Strukturwandelmanager Volker Ganse, Felix Hemmer und Joachim Tiefenthal.

Volker Ganse vor dem Kraftwerk Neurath
© Gemeinde Rommerskirchen

Aktiv mitgestalten

„Meine übergeordnete Aufgabe ist es, Rommerskirchen durch den Strukturwandel im Rheinischen Revier fit für die Zukunft zu machen“, sagt Volker Ganse. Dafür müsse sichergestellt werden, dass nachhaltige und innovative Arbeitsplätze erhalten bleiben und neue entstehen. „Der Ausbau und die kommunale Nutzung der Erneuerbaren Energien in unseren Quartieren und Gewerbegebieten ist der zweite wichtige Teil meiner Aufgabe“, so der Physiker und ehemalige Unternehmensberater. Ein dritter Schwerpunkt seiner Arbeit ist die nachhaltige und ökologischen Um- und Neugestaltung der Landschaft. Ihn motiviert die Möglichkeit, an den wichtigen Zukunftsfragen mitzuarbeiten und mitgestalten zu können. „Ich möchte mithelfen eine Welt zu schaffen, in der auch unsere Kinder noch Lieblingsorte haben können, gute und nachhaltige Arbeitsplätze vorfinden und im Einklang mit der Natur gut und sicher leben können.“

Lieblingsplatz in Revier: Genau so vielfältig wie das Revier selbst, sind auch die Orte, an denen ich gerne bin. Mein Lieblingsort im Rheinischen Revier ist eindeutig das Revier selbst!

Felix Hemmer mit Ortsschild vor dem Kraftwerk Neurath
© Gemeinde Rommerskirchen

Notwendiger Wandel

Felix Hemmer arbeitet in Rommerskirchen als Leiter des Fachbereichs Wirtschaft und Strukturwandel. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Vernetzung des Strukturwandels in die heimische Wirtschaft und Kommunalverwaltung. Zudem entwickelt er Konzepte in den Bereichen Arbeit, naturnahe Gewerbegebiete, Energie, Klima und Mobilität, die er auch in der Umsetzung begleitet. Transparenz ist für Hemmer die Grundvoraussetzung und Basis seiner Arbeit: „Es ist unsere Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger, aber auch Kolleginnen und Kollegen abzuholen und mitzunehmen hinsichtlich der notwendigen Veränderungen.“ Den Wandel der Region sieht der Politologe als unumgänglich an und will ihn mitgestalten. „Damit auch unsere Kinder und Enkelkinder hier in ihrer Heimat noch entspannt leben und erfolgreich arbeiten können.“

Lieblingsplatz im Revier: Der Rand des Tagebaus Garzweiler zur Abendstunde mit der Sicht auf die beleuchteten Bagger und technischen Geräte.

Joachim Tiefenthal vor dem Kraftwerk Neurath
© Gemeinde Rommerskirchen

Für ein nachhaltiges Morgen

Kommunikation ist das Hauptaufgabengebiet von Joachim Tiefenthal. Das bedeutet, komplexe Inhalte verständlich aufzuarbeiten und Transparenz zu schaffen. Der Strukturwandel müsse für die Menschen begreifbar sein. „Sie müssen sehen, welche Veränderungen möglich und notwendig sind, was sie konkret im Alltag bedeuten. Aber auch, welche Konsequenzen zu erwarten sind, wenn wir uns nicht bewegen.“ Zudem unterstützt der Volkswirt und Kaufmann bei der konzeptionellen Vorbereitung ganzheitlicher Lösungen in den Handlungsfeldern Energie, Klima und Mobilität. Ihm geht es darum, einen sinnvollen Beitrag für ein nachhaltiges Morgen zu leisten.  „Ich setze mich dafür ein, dass meine Heimatgemeinde ein lebenswerter Ort bleibt.“

Lieblingsplatz im Revier: Rommerskirchen. Entspannt leben, erfolgreich arbeiten.

Schon früh haben sich Menschen in Rommerskirchen niedergelassen. Bei Ausgrabungen wurden Tonscherben gefunden, die rund 7000 Jahre alt sind. Von der Besiedlung der Römer zeugen die Landgüter, Steinsockel und Jupitersäulen. Aus der fränkischen Zeit gibt es Gräber und Siedlungsreste. Einigen Ortschaften ist die mittelalterliche Struktur noch heute anzusehen, zudem finden sich romanische und gotische Bauwerke.

Der Boden ist fruchtbar in Rommerskirchen. Jahrhundertelang prägte die Landwirtschaft die Gemeinde. Jetzt ist vor allem die Nähe zu den benachbarten Großstädten Köln, Düsseldorf, Neuss und Mönchengladbach. Der Braunkohleabbau hat in Rommerskirchen in all den Jahren eher eine untergeordnete Rolle gespielt, auch wenn die Kühltürme des Kraftwerks Neurath in direkter Nachbarschaft liegen. Nun geht es für die Gemeinde darum, Unternehmen mit modernen und zukunftsorientierten Arbeitsplätzen anzusiedeln und die attraktiven Lebensbedingungen in Rommerskirchen zu erhalten und auszubauen. 

Der vorgezogene Ausstieg aus der Braunkohle stellt das Rheinische Revier vor große Herausforderungen. Die Strukturwandelmanagerinnen und -manager begleiten in den Kommunen die Weiterentwicklung der Region und unterstützen bei der Entwicklung, Qualifizierung und Umsetzung von Förderprojekten. Dabei stehen sie miteinander in engem Austausch, um eine abgestimmte Entwicklung der Region zu gewährleisten.
Die geförderten Stellen sind Teil des „Entlastungspakets Kernrevier“ des Landes Nordrhein-Westfalen. In Rommerskirchen werden zwei Stellen der Strukturwandelmanager gefördert, die die Gemeinde in eine Vollzeit- und zwei Halbtagsstellen aufgeteilt hat.

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Steckbrief

Kontakt

Volker Ganse
Strukturwandelmanager der Gemeinde Rommerskirchen

Felix Hemmer
Strukturwandelmanager der Gemeinde Rommerskirchen

Joachim Tiefenthal
Strukturwandelmanager der Gemeinde Rommerskirchen