kommunales Nachhaltigkeitsmanagement

Sieben Kommunen, eine Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit, was bedeutet das eigentlich für das Handeln vor Ort? Und wie kann die Öffentlichkeit einbezogen werden? Diese Fragen stellen sich die Städte und Gemeinden im Umfeld des Tagebaus Inden und der Kreis Düren gemeinsam. Unter dem Titel „indelands Regionale Nachhaltigkeitsstrategie 2030“, kurz inReNa 2030, entwickeln sie Ziele, Maßnahmen und Instrumente zur nachhaltigen Entwicklung im Indeland. Hierbei werden kommunale Verwaltungen, lokale Institutionen und interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort mit eingebunden. Konkrete Projektziele sind die Etablierung einer Aufbauorganisation und eines Managementsystems, die partizipative Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Bereitstellung eines projektbegleitenden Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebots. 

Fluss Inde mit Kraftwerken im Hintergrund
©Daniela – stock.adobe.com

In einer ersten ökologischen Umsetzung werden in allen sieben Kommunen „indeland Miniwälder“ gepflanzt. Sie wachsen auf 100 bis 250 Quadratmetern, bestehen aus mindestens 25 unterschiedlichen Baum- und Pflanzenarten und entwickeln eine hohe Biodiversität. In den Ortschaften entstehen so artenreiche Lebensräume mit heimischer Flora und Fauna, die zu einer Verbesserung des Mikroklimas, der Bodenqualität und der Wasserspeicherfähigkeit beitragen. Bei der Planung, Pflanzung und Pflege der Miniwälder werden Kinder, Jugendliche und Interessierte mit einbezogen.

Koordiniert wird das Projekt inReNa 2030 von zwei Nachhaltigkeitsmanagerinnen bei der indeland Entwicklungsgesellschaft. Unterstützt werden sie von einem Kernteam aus rund zwölf Personen der öffentlichen Verwaltung der beteiligten Kommunen. Die inhaltlichen Schwerpunkte und die Erarbeitung des Handlungsprogramms der Nachhaltigkeitsstrategie für das Indeland erfolgt in Zusammenarbeit mit einem Beirat, der aus etwa 35 bis 40 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, öffentlicher Verwaltung und Politik besteht.

Im Rahmen des Projekts werden zudem Qualifizierung- und Weiterbildungsangebote für alle an der Entwicklung der Strategie beteiligten Personen angeboten. So soll Nachhaltigkeit in den kommunalen Verwaltungsstrukturen und darüber hinaus im Indeland systematisch verankert werden.

  • Status: In der Umsetzung

  • Durchführungsort: Indeland - ein interkommunales Regionalentwicklungsprojekt im Städtedreieck Düren, Eschweiler und Jülich 

  • Durchführungszeitrahmen:  01.04.2022 bis 31.03.2024

  • Programmlinie: KoMoNa-Programm

  • Fördervolumen: 496.700 Euro
Weitere Projekte

Steckbrief

Beitrag für Bürgerinnen und Bürger

Die ökonomisch, ökologisch, kulturell und sozial tragfähige Entwicklung soll allen Menschen der Region jetzt und in Zukunft zugutekommen. 

Nutzen für den Wirtschaftsstandort

Förderung von nachhaltigen Projekten, wie zum Beispiel die nachhaltigen Faktor X-Baugebiete in Eschweiler und Inden

Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, dazu gehören unter anderem ein nachhaltiges Management von natürlichen Ressourcen und der Erhalt von Ökosystemen

Themen

Nachhaltigkeit, Strategie, Zukunft, Klima, Umwelt, Lebensqualität, Indeland, Tagebau, Aldenhoven, Eschweiler, Inden, Jülich, Langerwehe, Linnich, Niederzier, Kreis Düren, Indeland

Kontakt

Dr. Daniela Eskelson
Projektleitung inReNa 2030