Digitalisierung

Wie digitale Logbücher Chemie-Tanks sicherer machen

Im Sommer 2021 bestimmt eine Explosion in einem Chempark in NRW die Nachrichten. Sieben Menschen kommen ums Leben, weitere werden verletzt. Ursache war eine ungewollte Reaktion von Chemikalien. Trotz umfassender Sicherheitsmaßnahmen schwingt ein Restrisiko in der täglichen Arbeit der Chemieindustrie immer mit. Das betrifft auch die Logistik der Branche. Bevor Tanks mit neuen Chemikalien befüllt werden, müssen sie aufwendig und fachgerecht gereinigt werden. Dieser Prozess wird bisher analog auf Papierbasis dokumentiert. Um seine Fehleranfälligkeit noch weiter zu minimieren, entsteht eine Technologie, die verifizierbare elektronische Reinigungszertifikate für die chemische Industrie in Europa ermöglicht.

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Bestandsentwicklung

Mönchengladbach im Umbruch – weniger Manchester, mehr Oxford

Mönchengladbach war einst als einer der zentralen Standorte für die Textilindustrie in Deutschland bekannt. Das brachte der Stadt den Beinamen „Rheinisches Manchester“ ein. Jetzt will die einzige Großstadt im Rheinischen Revier den Wandel anpacken, weg vom Image als Arbeitermetropole hin zum modernen Hochschulstandort mit hohem Innovationspotential. Weniger Manchester und ein bisschen mehr Oxford soll es also sein. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg: der Wissens- und Innovationscampus, der auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums entsteht. Hier soll ein neuer Ort für die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch für neue Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote geschaffen werden.

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Ressourcen und nachhaltige Stoffströme

Nachhaltig bauen am Tagebaurand

Das Rheinische Revier will Modellregion für Kreislaufwirtschaft und die Energiewende werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss schon bald jeder Neubau in der Region weitgehend klimaneutral sein. Darüber hinaus soll der gesamte Gebäudebestand bis 2050 klimaneutral umgebaut werden. Eine Mammutaufgabe, bei deren Bewältigung auch die Kommunen als wichtiger Auftraggeber der Baubranche gefragt sind. Städte und Gemeinden im Umfeld des Tagebaus Garzweiler gehen nun mit gutem Beispiel voran. Mit dem Projekt „Exzellenzregion Nachhaltiges Bauen“ wollen sie das umwelt- und ressourcenschonende Bauen in der Region deutlich stärken. Unter anderem sollen in Jüchen, Mönchengladbach, Titz und Erkelenz kommunale Bauten als Modellprojekte für nachhaltiges Bauen entstehen. Die Exzellenzregion Nachhaltiges Bauen gehört zu den Ankerprojekten, die den Strukturwandel maßgeblich vorantreiben.

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Grün-blaue Infrastrukturen und Klimaresilienz

Wie fließt’s jetzt weiter?

Wie wirkt sich der Kohleausstieg auf den Grundwasserspiegel aus? Wird die Erft zukünftig mehr oder weniger Wasser führen? Und wie sieht es mit dem Hochwasserschutz aus? Die Wasserwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle im Strukturwandel. Jahrzehntelang wurde das Grundwasser abgepumpt, um die Braunkohleförderung zu ermöglichen. Nach dem Ende des Tagebaus entsteht eine Seenlandschaft im Rheinischen Revier und der Grundwasserspiegel wird wieder ansteigen. Expertinnen und Experten können bereits heute vorhersagen, welche Veränderungen das mit sich bringen wird. Verantwortlich für die Wasserwirtschaft im Rheinischen Revier ist der Erftverband. Mit einer breit angelegten Kommunikationsstrategie wird er über das Thema Wasser informieren – als Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung und Information für Bürgerinnen und Bürger.

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Digitalisierung

Ein Zwilling für die Abwasserkanäle

Das Duschwasser gurgelt im Abfluss, die Toilettenspülung ist schnell gedrückt und das Schmutzwasser von Spül- und Waschmaschine wird direkt per Schlauch abgeleitet – für uns ist es selbstverständlich, dass das Abwasser in einem unterirdischen Kanalsystem verschwindet. Doch auch Abwasserkanäle altern und zeigen Ermüdungserscheinungen. Instandhaltungsarbeiten werden meist erst dann durchgeführt, wenn es Probleme gibt. Und das ist oft mit großem Aufwand verbunden. Das interdisziplinäre Projekt KaSyTwin hilft beim Management der Kanalinfrastruktur mit fortschrittlichen Datenanalysen und einem digitalen Zwilling. So wird die Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit von Abwassersystemen erhöht, öffentliche Dienstleistungen verbessert und die Umwelt geschont.

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Innovative Mobilitätslösungen

Von Smartphone zu Smart.TRAM

In der Medizin ist ein minimalinvasiver Eingriff eine Operation, bei der die Einschnittstelle und damit die Verletzung so klein wie möglich gehalten wird. Mit einem ähnlichen Ansatz entwickelt die RWTH Aachen im Projekt Smart.TRAM eine Technologie für die Kontrolle von städtischen Schienennetzen. Statt aufwändige und genehmigungspflichtige Messtechnik am Fahrwerk nachzurüsten, kommen mobile Messsysteme und Smartphones zum Einsatz – kostengünstig, einfach zu montieren und eben minimalinvasiv. Schäden am Gleissystem können so digital erfasst und lokalisiert werden. Bereits jetzt hat das Vorhaben mit der Rurtalbahn, dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main namhafte Unterstützung.

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Innovative Mobilitätslösungen

Selbstfahrend auf die Schiene

Lille machte es vor. In der nordfranzösischen Großstadt wurde 1983 die erste fahrerlose U-Bahn in Betrieb genommen. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 60 U-Bahnsysteme, die vollautomatisch über eine zentrale Leitstelle gesteuert werden. In Deutschland war Nürnberg die erste Stadt, die autonome U-Bahnen einsetzte. Ab 2008 befördern hier zwei U-Bahn-Linien befördern werktags rund 200.000 Fahrgäste. Ein U-Bahn-System ist ein überschaubares und geschlossenes System, das mit Kamera- und Radarsystemen gut überwacht werden kann. Auch im Schienenverkehr der Bahn sollen zukünftig autonome Züge eingesetzt werden. Das Projekt DEFACTO ermöglicht die Automatisierung der Schritte zwischen Software-Entwicklung und Übertragung auf das Zielfahrzeug. So bleibt die Bahn konkurrenzfähig zu autonomen Straßenfahrzeugen und kann ihren Beitrag zur Verkehrsverlagerung leisten.

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Innovative Mobilitätslösungen

Meinungen erwünscht: Die Mobilität von morgen mitgestalten

Von Heinsberg nach Mönchengladbach, von Euskirchen nach Aachen – die Menschen im Rheinischen Revier sind in Bewegung. Rund 1,26 Millionen von ihnen pendeln täglich ins Revier, innerhalb der Reviers oder haben dort ihren Ausgangspunkt. Eine Herausforderung für die bestehende Infrastruktur. Kein Wunder also, dass Mobilität auf der Liste der Themen für eine nachhaltige und innovative Transformation der Region ganz weit oben steht. Doch was brauchen die Menschen tatsächlich, um nachhaltiger unterwegs zu sein? Das Projekt BIM4People soll Bürgerinnen und Bürger umfassend in die Planungen infrastruktureller Veränderungen einbeziehen und ihnen eine Beteiligungsplattform bieten. Ziel ist es, Mobilität nicht nur nachhaltig, sondern auch bedarfsgerecht zu gestalten. 

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Standortmarketing und Ansiedlungsförderung

Neue Jobs dank Datenautobahnen

Jahrhundertelang wurden Waren über Handelswege transportiert. Dort, wo sich solche Wege kreuzten, blühte der Handel auf und es entstanden wohlhabende Städte. Handelswaren werden heutzutage über Straßen, Schienen, per Schiff oder Flugzeug transportiert. Mit der Digitalisierung kam der Datenverkehr dazu, der immer mehr ansteigt. Auch hier gibt es Handelswege. Zwei große überregionale Datentrassen (Amsterdam-Frankfurt und Paris-Steckholm) kreuzen sich im Rheinischen Revier. Solche Knotenpunkte bieten hervorragende Möglichkeiten zur Standortentwicklung. Der Masterplan Digitalpark befasst sich mit den Rahmenbedingungen für eine erfolgversprechende Entwicklung von jeweils einem Digitalpark im Rhein-Kreis Neuss und im Rhein-Erft-Kreis, wo jeweils bis zu 2.500 Arbeitsplätze entstehen können. Die Digitalparks gehören zu den Ankerprojekten, die den Strukturwandel maßgeblich vorantreiben.

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Innovative Mobilitätslösungen

Selbstfahrend aufs Abstellgleis

„Wir haben unsere Endstation erreicht, Fahrgäste bitte aussteigen.“ Für die Reisenden ist die Fahrt mit der Bahn beendet. Doch beim letzten fahrplanmäßigen Halt am Zielbahnhof ist für die Lokführerinnen und Lokführer noch lange nicht Feierabend. Nach Betriebsschluss muss der Zug abgestellt und für die erste Fahrt am nächsten Tag bereitgestellt werden, und das kann schon mal bis zu drei Stunden dauern. In Zeiten des Personalmangels an Triebfahrzeugführenden bietet eine Automatisierung solcher Fahrten die Möglichkeit, dass sich das Personal auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren kann, nämlich das Fahren von Zügen mit Fahrgästen. Damit das in Zukunft möglich ist, entwickelt die FH Aachen im Projekt SAMU eine Datenerfassungs- und Auswertungseinheit sowie eine Steuerungseinheit, die Fahrten ohne Personal im Rangierbereich von Personenbahnhöfen ermöglicht.

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