Neue Maßnahmen für Innovation und Bildung

Neue Strukturen für die Bioökonomie

Das Rheinische Revier hat die besten Voraussetzungen, um zu einer Modellregion der nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Bioökonomie zu werden. Hier gibt es innovative Firmen und eine breit gefächerte Forschungslandschaft. Durch den vorgezogenen Kohleausstieg ist es wichtig, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen. Genau hier setzt der Graduiertencluster an. Um die Herausforderungen des bioökonomischen Strukturwandels zu bewältigen, werden im Rahmen der Promotion komplexe Probleme interdisziplinär gelöst. Bei den von den Doktorandinnen und Doktoranden bearbeiteten Innovationsfeldern wird nicht nur die bioökonomische Forschung gefördert, sondern auch Möglichkeiten mitgedacht, wie die Ergebnisse wirtschaftlich umgesetzt werden können. Grenzen zwischen Disziplinen, Akteurinnen und Akteuren und Kompetenzfeldern aufbrechen, um eine nachhaltige Bioökonomie im Revier zu realisieren – das ist AUFBRUCH. Der Graduiertencluster gehört zu den Ankerprojekten, die den Strukturwandel maßgeblich vorantreiben.

Woher kommen unsere Rohstoffe für eine künftige Bioökonomie? Kann man Kautschuk recyceln? Wie schaffen es innovative Ideen in den Markt? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich 37 Promovierende in insgesamt sechs Innovationsbereichen. Hierfür haben sich drei Universitäten, drei Hochschulen der angewandten Wissenschaften, eine Forschungseinrichtung und ein Innovationsnetzwerk fachübergreifend zusammengeschlossen, um die Doktorandinnen und Doktoranden zu begleiten.

Die Bioökonomie umfasst die Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen. Immer mehr Unternehmen haben damit begonnen, umweltbewusst zu handeln, doch oft wird nur ein Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Der Graduiertencluster verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Umwelt, Mensch und Wohlstand schützen möchte. Hier werden zukunftsfähige Technologien entwickelt und interdisziplinär denkende Fachkräfte ausgebildet. Bei all dem wird mitgedacht, wie diese Ideen wirtschaftlich umgesetzt werden können. Deshalb werden die Promovierenden nicht nur naturwissenschaftlich-technisch begleitet, sondern besuchen auch Seminare zu den Themen Logistik, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und Raumplanung. In weiteren Veranstaltungen wird der Fokus auf Entrepreneurship gelegt und damit die Gründermentalität der Promovierenden gestärkt.

Die Gründung von zukunftsweisenden Unternehmen, die Entwicklung von technologischen Innovationen für eine nachhaltige Bioökonomie und die exzellente Qualifikation von Fachkräften, die aktiv den Strukturwandel im Rheinischen Revier vorantreiben – das sind die konkreten Projektziele von AUFBRUCH.

  • Status: bewilligt

  • Durchführungsort: Am Projekt sind sieben Hochschulen und Fachhochschulen rund um das Rheinische Revier beteiligt. Die geplanten Veranstaltungen finden in wechselnder Kooperation mit allen Kreisen der Strukturwandelregion statt.

  • Durchführungszeitrahmen: 01.04.2024 bis 31.03.2028

  • Programmlinie: Revier Gestalten

  • Gesamtzuwendung: 12,46 Mio. Euro
  • RWTH Aachen University
  • FH Aachen
  • Technische Universität Dortmund
  • CLIB – Cluster industrielle Biotechnologie
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Forschungszentrum Jülich
  • Technische Hochschule Köln
  • Hochschule Niederrhein University of Applied Sciences
Weitere Projekte

Steckbrief

Beitrag für Bürgerinnen und Bürger

Neue Arbeitsplätze durch die Anwendung der Forschungsergebnisse in Unternehmen und Start-ups

Nutzen für den Wirtschaftsstandort

Exzellente Qualifizierung von Fachkräften, die aktiv den Strukturwandel im Rheinischen Revier vorantreiben, neue Kooperationsmöglichkeiten mit Start-ups

Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Innovationen für eine nachhaltige Bioökonomie, Einsparung von CO2 durch Optimierung von Stoffströmen, Ressourcenschutz durch neue Recyclingwege

Themen

Innovationsnetzwerk, interdisziplinäre Kooperation, Qualifikation, Entrepreneurship, Innovation, Carbonsäureester, Defossilierung, Recycling, Enzyme, Bioplastik, Logistik, Markteintritt, Ringvorlesung 

Kontakt

Prof. Dr. Regina Palkovits
RWTH Aachen University

0241 80-26497

Kontakt

Dr. Tobias Klement
CLIP - Cluster industrielle Biotechnologies