Digitalisierung

Nationales Kompetenzzentrum für Elektronenmikroskopie

Wer innovative Forschung betreiben will, muss ganz genau hinschauen. Möglich sind solche Forschungen mit modernen Elektronenmikroskopen. 2004 gründete das Forschungszentrum Jülich gemeinsam mit der RWTH Aachen das Ernst Ruska-Centrum, kurz ER-C genannt, das Grundlagenforschung in der Elektronenmikroskopie betreibt. Nun entsteht mit dem ER-C 2.0 ein einzigartiges nationales Kompetenzzentrum für höchstauflösende Elektronenmikroskopie. Ein Video aus der Serie zum Strukturwandel gibt einen guten Einblick in die Welt der Super-Mikroskope.

Grafik mit mehren blau gehaltenden Molekülen schweben umher
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Von den Forschungsergebnissen des ER-C 2.0 wird die Wirtschaft maßgeblich profitieren. „Die zu schaffende Infrastruktur- und Personalkapazität, aber auch die Digitalisierung und die Verbreiterung der Themengebiete werden zu einer neuen Qualität in der Zusammenarbeit mit entwicklungsstarken Unternehmen führen“, ist Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, überzeugt.

Das ER-C 2.0 ist Teil der Nationalen Roadmap für Forschungsinfrastrukturen, die Lösungen zu zukunftsrelevanten und gesellschaftlich bedeutenden Fragen beitragen werden. Das in Jülich entstehende Kompetenzzentrum für höchstauflösende Elektronenmikroskopie ist einzigartig. Hier werden Strukturen und Eigenschaften von Materialien wie Metallen oder Zellgewebe entschlüsselt. Damit können neuartige Materialien und Ansätze für neue Wirkstoffe und Heilverfahren entwickelt werden.

Der Name des Instituts geht übrigens auf den Nobelpreisträger Ernst Ruska zurück. 1931 entwickelte er gemeinsam mit Max Knoll den Prototyp des Elektronenmikroskops. Das war zunächst noch weniger leistungsfähig als optische Mikroskope. Eine überarbeitete Version lieferte bereits zwei Jahre später eine zehnmal höhere Auflösung als herkömmliche Lichtmikroskope. Heutzutage erreichen moderne Elektronenmikroskope eine Auflösung von bis zu einem Angström, also zehn Milliardstel eines Meters.

  • Status: bewilligtes Projekt

  • Durchführungsort: Forschungszentrum Jülich

  • Durchführungszeitrahmen: 12.02.21 bis 31.12.25

  • Programmlinie: Institutionelle Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

  • Gesamtzuwendung: 54,4 Mio. Euro
  • Forschungszentrum Jülich
  • RWTH Aachen
Weitere Projekte

Steckbrief

Beitrag für Bürgerinnen und Bürger

Schaffung neuer Arbeitsplätze durch die Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft und der Ansiedlung neuer Unternehmen.

Nutzen für den Wirtschaftsstandort

Das neue Kompetenzzentrum ER C-2 besitzt die Voraussetzung für international führende Spitzenforschung.

Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Durch die Forschung am ER-C 2.0 entstehen neuartige Werkstoffe, die der Energiewende zugutekommen und die Umwelt schonen.

Themen

Ernst Ruska-Centrum für Mikroskopie und Spektroskopie, ER-C 2.0, Infrastruktur-Projekt, Nationale Roadmap, BMBF, Wissenschaftsstandort Deutschland, Spitzenforschung

Kontakt

Dr. Markus Schmitz
Ernst Ruska-Centrum (ER-C) für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen