Zukunftsfähige Industrie

Mit Brennstoffzellen in die mobile Zukunft

Emissionsfreie Mobilität durch Wasserstoff – das ist der Anspruch der Initiative Brennstoffzellenfertigung.NRW. Das Projekt möchte die Weiterentwicklung von wasserstoffbasierten Brennstoffzellen-Fahrzeugen vorantreiben und mit der durchgängigen Produktion von Brennstoffzellen einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrswende leisten. Die aktuell kostspielige sowie aufwendige Herstellung von Brennstoffzellen soll durch Innovationen effizienter und profitabler gestaltet werden. Dementsprechend sollen auch kleine Hersteller von Brennstoffzellensystemen die Möglichkeit erhalten, eigene Brennstoffzelltypen in Pilotserien zu produzieren. Das in Aachen ansässige Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT ist die koordinierende Einrichtung des Projektes.

Der Wandel vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität hat in der Automobilbranche einen Strukturwandel in Gang gesetzt. Voraussichtlich werden zwei Haupttechnologien die Elektromobilität prägen. Neben den batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs), die mit einem Elektromotor angetrieben und über das Stromnetz aufgeladen werden, rücken die Brennstoffzellen-Fahrzeuge näher in den Fokus. Sie basieren auf einer Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff. Diese Verbindung setzt in der Brennstoffzelle, einem Energiewandler, elektrische Energie für den Antrieb frei.

Brennstoffzellen-Fahrzeuge eignen sich optimal für den Güterverkehr, da sie verglichen mit Batterieantrieben höhere Nutzlasten transportieren und größere Reichweiten zurücklegen können. Einer ihrer großen Vorteile ist zudem, dass durch die Verbrennung von Wasser- und Sauerstoff keine schädlichen Emissionen entstehen. Die heutige Produktion der Brennstoffzellen ist jedoch aufgrund fehlender Lieferketten sowie hoher Kosten deutlich begrenzt.

Das Projekt Brennstoffzellenfertigung.NRW möchte die Lücke, die aktuell noch zwischen der Fertigung im Labormaßstab und der Industrialisierung der Brennstoffzellenproduktion existiert, schließen. Eines der Hauptziele von Brennstoffzellenfertigung.NRW ist es, die Herstellungskosten von Brennstoffzellen zu reduzieren, um den Einsatz dieser Technologien wirtschaftlicher zu machen. Das Projekt ergänzt daher bestehende Forschungskapazitäten in NRW und bietet die nahtlose Überführung von neuen, innovativen Zellkonzepten in einen industriellen Reifegrad.

  • Status: Das Projekt hat einen Förderantrag gestellt.

  • Durchführungsort: Düren

  • Durchführungszeitrahmen:  01.04.2022 bis 31.03.2027

  • Programmlinie: SofortprogrammPLUS

  • Projektvolumen & Fördervolumen:  Gesamtprojektsumme: ca. 12,8 Mio. Euro
  • Zentrum für Brennstoffzellen-Technik GmbH, Duisburg
  • Forschungszentrum Jülich GmbH, Jülich
Weitere Projekte

Steckbrief

Beitrag für Bürgerinnen und Bürger

Nutzen für den Wirtschaftsstandort

Durch das Projekt Brennstoffzellenfertigung.NRW sollen beteiligte Unternehmen eigene Fertigungskompetenzen aufbauen und direkt die Wertschöpfungskette Brennstoffzelle/Elektrolyseur bedienen können. 

Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Beitrag zur regionalen Wasserstoffwirtschaft und damit zur Verkehrswende

Themen

Brennstoffzellenfertigung, Wasserstoff, Verkehrswende, Mobilität, Wertschöpfungskette

Kontakt

Dr.-Ing. Christoph Baum
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT)