kommunales Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltiger Mehrwert fürs Revier

Müll vermeiden, Geräte reparieren, Dinge teilen und tauschen, regional einkaufen – es gibt viele Möglichkeiten ressourcen- und klimaschonend zu handeln. Im Rheinischen Revier gibt es über 80 Initiativen, in denen sich Menschen für Ressourcenschonung einsetzen. Das Projekt MehrWertRevier der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vernetzt all diese Gruppen, fördert nachhaltigen Konsum, informiert Verbraucherinnen und Verbraucher zum Thema und bietet auch die Möglichkeit, sich aktiv für den ökologischen Wandel im Rheinischen Revier einzusetzen. Die Angebote werden in vier Handlungsfelder unterteilt: Bildung, Bürgerwissenschaften, Engagement-Förderung sowie Information und Motivation. Zudem sollen Aktionswochen niedrigschwellig und spielerisch an das Thema nachhaltigen Konsums heranführen. Auch eine Wanderausstellung ist geplant, die die vielen Facetten von ressourcenschonendem Handeln aufzeigt. MehrWertRevier gehört zu den Ankerprojekten, die den Strukturwandel maßgeblich vorantreiben.

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Zukunftsfähige Industrie

Jülich: Gewerbegebiet der Zukunft

In Jülich entsteht auf einer Fläche von 52 Hektar – das sind circa 73 Fußballfelder – ein innovatives und nachhaltiges Gewerbegebiet: der Brainergy Park. Dort werden Wirtschaftsunternehmen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen mit Energieversorgungsunternehmen an den Themen Energie, insbesondere Wärmeversorgung, Digitalisierung und Bioökonomie arbeiten. Diese dynamische Arbeitswelt soll Schnittstellenaktivitäten zwischen Forschung und Wirtschaft ermöglichen sowie Impulse für Neugründungen setzen. Der Brainergy Park ist mit dem Brainergy Hub die Antwort auf die Herausforderungen der Energiewelt von Morgen. Der Brainergy Park gehört zu den Ankerprojekten, die den Strukturwandel maßgeblich vorantreiben.

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kommunales Nachhaltigkeitsmanagement, Ressourcen und nachhaltige Stoffströme

Mit Holz & Co. den Gewerbebau revolutionieren

Ressourcen- und klimaschonend gebaute Wohnhäuser gibt es im „indeland“ rund um den Tagebau Inden schon seit Jahren. In Inden, Eschweiler und Jülich befinden sich mehrere solcher Siedlungen. Nun wird das Konzept auf den Gewerbebau übertragen: In Eschweiler, Inden und Langerwehe kommen bei neu entstehenden Gewerbe- und Industriegebieten Baustoffe aus nachwachsenden Quellen und innovative (Recycling-)Baustoffe zum Einsatz. Auch bei Themen wie Flächenverbrauch, Energie oder Freiflächengestaltung haben Gewerbe- und Industriegebiete oft viel ungenutztes Potenzial. Genau diese Aspekte nimmt das Projekt „Ressourcen- und Klimaeffizienz in Gewerbe- und Industriegebieten“ in den Fokus und entwickelt Möglichkeiten, den Bau nachhaltig zu machen. Die nachhaltigen Gewerbegebiete gehören zu den Ankerprojekten, die den Strukturwandel maßgeblich vorantreiben.

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Bestandsentwicklung

Auf zu neuen Ufern

Das Ziel ist klar: In den riesigen Gruben, wo jetzt noch haushohe Bagger Braunkohle aus der Erde schaufeln, sollen große Tagebau-Seen entstehen. Bis der endgültige Wasserstand erreicht ist, werden Jahrzehnte vergangen sein. Doch in der Zwischenzeit wird nicht einfach abgewartet, bis die Seen gefüllt sind, die ehemaligen Braunkohleareale sollen schon vorher für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden. Die drei Tagebauumfeld-Verbünde Neuland Hambach, die Entwicklungsgesellschaft indeland und der Zweckverband Landfolge Garzweiler beginnen jetzt schon zu planen, wie die künftigen Seeufer genutzt und erlebbar gemacht werden können. Doch das geht nur, wenn klar ist, wie der Boden an den Tagebaurändern beschaffen ist. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, was möglich ist und was bei den Planungen alles beachtet werden muss.

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Wasserstoffrevier

Impulse fürs Rheinische Revier – made in Beburg

Bedburg ist vom Tagebau geprägt. Vier Zehntel des Stadtgebiets wurden abgebaggert, um die Stromerzeugung zu sichern. Das Ende des Braunkohleabbaus ist absehbar, doch das bedeutet nicht das Ende der Kooperation zwischen Bedburg und RWE. Gemeinsam mit dem Energieversorger betreibt die Stadt zwei Windparks, weitere Wind- und Solarparks sind geplant. H2 Bedburg ist ein neues gemeinsames Projekt mit einem Elektrolyseur zur Herstellung von Wasserstoff, einer Abfüllstation für Industrie- und Privatnutzung sowie einer Wasserstoff-Tankstelle. Abnehmerinnen und Abnehmer des grünen Wasserstoffs werden der lokale ÖPNV, der auf Wasserstoff umgerüstet wird, und lokale Unternehmen. Ende 2026 soll die Anlage mit einer Leistung von etwa 5 Mega-Watt im Industriepark Mühlenerft in Betrieb gehen. Durch spätere Ausbaustufen ist eine Gesamtleitung von rund 15 Mega-Watt möglich. H2 Bedburg gehört zu den Ankerprojekten, die den Strukturwandel maßgeblich vorantreiben.

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Bestandsentwicklung

Ein Landkreis sieht grün

Der Kreis Düren ist vom Strukturwandel besonders betroffen. Mit Inden und Hambach liegen gleich zwei Tagebaue des Rheinischen Reviers auf seinem Gebiet. Für die Zukunft hat sich der Landkreis jedoch hohe Ziele gesteckt: Bis 2035 will der Kreis mit seinen rund 265.000 Einwohnerinnen und Einwohnern klimaneutral sein. Das Gebiet entlang der Rur ohne „h“ soll Vorreiter bei der Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff werden. Schon jetzt fahren in der Region Züge, Busse und bald auch Rettungswagen mit Wasserstoff. Der Strom hierfür stammt vom Solarpark auf der Merscher Höhe in Jülich, eine der größten Solaranlagen in NRW. Für den Strukturwandelmanager Martin Baumann gibt es aber noch viel zu tun.

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Energiesystem der Zukunft

Vom Energieverbraucher zum Erzeuger: Bauhof Jüchen

Er soll mehr Energie liefern als er verbraucht: der energieautarke Bauhof in Jüchen. Der Neubau soll nicht nur klima- und ressourcenschonend gebaut werden, sondern durch innovative Gebäudetechnik auch einen CO2-neutralen Betrieb ermöglichen. Energetische Selbstversorgung unter anderem durch Solarstrom und eine Biomasse-Heizung – das soll den Bauhof langfristig fit für die Zukunft machen. Konzipiert wird deshalb schon jetzt für die nächsten 50 Jahre. Die Stadt Jüchen will mit der Liegenschaft zum Vorbild für andere Kommunen werden und zeigen, was in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit alles möglich ist. Ein Grundstück für das Vorzeigeprojekt gibt es bereits. Das vorgesehene Areal an der Robert-Bosch-Straße nahe des Gewerbegebiets liegt verkehrsmäßig zentral.

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Aviation

Forschung zum Fliegen bringen

„In anderen Branchen führt ein nicht ausgereiftes Bauteil zu einer Rückrufaktion – in der Luftfahrt unter Umständen zu einem Absturz“, so Dr. Sascha Gierlings, vom Production Launch Center Aviation. Deshalb steht im Luftfahrtsektor die Sicherheit an erster Stelle. Das hat zur Folge, dass die Entwicklungszeiten bei durchschnittlich 25 Jahren liegen. „Diese Zeiten müssen sich verkürzen, um schneller, effizientere und verbrauchsärmere Komponenten entwickeln zu können“, sagt Gierlings. In der Branche werde das in Zukunft das zentrale Thema sein, um Klimaschutzvorgaben zu entsprechen. Die hohen Sicherheitsanforderungen bleiben dabei natürlich bestehen. Der Ort, an dem das realisiert wird, ist das Production Launch Center Aviation am Forschungsflugplatz Aachen-Merzbrück. Das Production Launch Center Aviation gehört zu den Ankerprojekten, die den Strukturwandel maßgeblich vorantreiben.

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Neue Maßnahmen für Innovation und Bildung

Mensch und Maschine: Ein starkes Team am Arbeitsplatz

Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) Handwerkern und Produktionsmitarbeitenden bei ihrer Arbeit helfen? Diese Frage erforscht das Projekt AKzentE4.0 der RWTH Aachen. Gemeinsam mit weiteren wissenschaftlichen Partnern begleitet es Unternehmen aus der Region Aachen dabei, neue Konzepte zu entwickeln und einzuführen und Prozesse mit Hilfe von KI zu digitalisieren. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, welche Technologien ein Unternehmen voranbringen. Sondern es steht auch immer der Mensch im Fokus. Denn: Um einen tatsächlichen Mehrwert durch den Einsatz digitaler und intelligenter Technologien zu haben, müssen Mitarbeitende in die Lage versetzt werden, mit ihr umzugehen, sie als Chance für sich selbst zu erkennen und anzunehmen.

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nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft, Ressourcen und nachhaltige Stoffströme

Obst, Eier und Geflügel aus regenerativem Anbau

Wie kann eine permanent und ökologisch landwirtschaftlich genutzte Fläche rentabel sein und gleichzeitig CO₂ speichern? Diese Frage steht im Fokus des Projektes ReLaWi-LAB, das auf einer rund 2 Hektar großen Fläche von Schloss Türnich durchgeführt wird. Hier werden 3.500 Pflanzen gesetzt, die nicht nur Ertrag bringen, sondern auch gut für den Boden sind. Durch die Zersetzung der organischen Substanzen wird zudem CO₂ gebunden. Chemie kommt keine zum Einsatz, Schädlinge werden von Hühnern in Schach gehalten. Zudem soll herausgefunden werden, ob und wie eine solche naturnahe und klimafreundliche Bewirtschaftung wirtschaftlich sein kann und welche Möglichkeiten es gibt, die Erträge zu verkaufen. Dokumentiert und analysiert werden die Ergebnisse in enger Zusammenarbeit mit regionalen Forschungseinrichtungen und Universitäten.

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